Beteiligungen

Beteiligungsstruktur

Die Porsche Automobil Holding SE („Porsche SE“) ist eine börsennotierte Holdinggesellschaft und hält 53,3 Prozent der Stammaktien an der Volkswagen AG. Die Porsche SE versteht sich dabei als ein langfristiger Ankerinvestor der Volkswagen AG. Zudem hält das Unternehmen 100 Prozent an der PTV Planung Transport Verkehr AG, einem weltweit führenden Anbieter von Software für die Verkehrsplanung und Transportlogistik. Des Weiteren ist die Porsche SE an mehreren Technologieunternehmen in den USA, Israel und Deutschland beteiligt.

Die Volkswagen Aktiengesellschaft

Die Porsche Automobil Holding SE ist mit einem Anteil von 53,3 Prozent an den Stammaktien und 31,4 Prozent am gezeichneten Kapital der Volkswagen Aktiengesellschaft der größte Einzelaktionär des Wolfsburger Konzerns. Die Porsche SE versteht sich dabei als ein langfristig denkender und strategisch handelnder Ankerinvestor der Volkswagen AG.

Der Volkswagen Konzern mit Sitz in Wolfsburg ist einer der führenden Automobilhersteller weltweit und der größte Automobilproduzent Europas.

Zwölf Marken aus sieben europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen Pkw, Audi, SEAT, ŠKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN. Jede Marke hat ihren eigenständigen Charakter und operiert selbstständig im Markt. Dabei erstreckt sich das Angebot von Motorrädern über Kleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse. Im Bereich der Nutzfahrzeuge beginnt das Angebot bei Pick-up-Fahrzeugen und reicht bis zu Bussen und schweren Lastkraftwagen. Die Zusammenarbeit der Nutzfahrzeugmarken MAN und Scania wird in der TRATON GROUP koordiniert. Darüber hinaus bietet der Volkswagen Konzern ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen an. Dazu zählen die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft sowie das Flottenmanagement.

Der Konzern betreibt in 20 Ländern Europas und in 11 Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas 122 Fertigungsstätten. 664.496 Beschäftigte produzieren an jedem Arbeitstag rund um den Globus Fahrzeuge, sind mit fahrzeugbezogenen Dienstleistungen befasst oder arbeiten in weiteren Geschäftsfeldern. Seine Fahrzeuge bietet der Volkswagen Konzern in 153 Ländern an.  

PTV AG

Die Porsche Automobil Holding SE hält 100 Prozent der Anteile an dem deutschen Unternehmen PTV Planung Transport Verkehr AG („PTV AG"), Karlsruhe, Deutschland.

Die PTV AG ist ein führender Anbieter von Software für Verkehrsplanung und Verkehrsmanagement sowie Transportlogistik. Die PTV AG hat ihren Hauptsitz in Karlsruhe und beschäftigt weltweit rund 700 Mitarbeiter an 20 Standorten. PTV-Lösungen kommen in über 2.500 Städten zum Einsatz. Transporte in über einer Million Fahrzeugen in mehr als 120 Ländern werden mit PTV-Software täglich disponiert. Die Softwarelösungen der PTV AG helfen damit Städten und Unternehmen, Zeit und Kosten zu sparen, Straßen sicherer zu machen und Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.

INRIX Inc.

Die Porsche Automobil Holding SE hält eine Minderheitsbeteiligung an dem US-amerikanischen Technologieunternehmen INRIX Inc., Kirkland, Washington/USA.

INRIX hat sich auf die Cloud-basierte Echtzeitverarbeitung ortsbezogener Daten spezialisiert. Als Marktführer in ihrem Segment spielt INRIX eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Connected-Car-Dienstleistungen und verkehrsrelevanten Informationen. So greift INRIX auf ein umfangreiches Crowd-Sourcing-Netzwerk von Datenquellen zurück, das sich aus Fahrzeugen, Smartphones und Straßensensoren speist. Diese werden mit weiteren Informationen, wie zum Beispiel lokalen Wetterdaten, angereichert. Maschinelles Lernen und vorausschauende Algorithmen ermöglichen somit eine kontinuierliche Verbesserung von Routenempfehlungen.

Markforged Inc.

Die Porsche Automobil Holding SE hält eine Minderheitsbeteiligung an dem 3D-Druck-Spezialist Markforged Inc., Watertown/Massachusetts/USA.

Markforged wurde 2013 gegründet und entwickelt und vertreibt 3D-Drucklösungen im so genannten End-to-End-Bereich. Es bietet die einzige industrielle 3D-Druck-Plattform, die hochfeste Teile aus der kompletten Palette an Materialien von Kohlefaser bis Metall herstellt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft 2017 ihren ersten 3D-Metalldrucker für industrielle Anwendungen vorgestellt. Das Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter, die Technologie von Markforged wird weltweit bereits von mehreren tausend Firmen genutzt.

Seurat Technologies Inc.

Die Porsche Automobil Holding SE hält eine Minderheitsbeteiligung an dem 3D-Druck-Spezialist Seurat Technologies Inc., Mountain View/Kalifornien/USA.

Seurat Technologies wurde 2015 gegründet und entwickelt eine neuartige Technologie im Bereich des 3D-Metalldrucks. Diese Technologie wird eine signifikante Geschwindigkeitserhöhung im 3D-Metalldruck ermöglichen und fördert damit den Einsatz in der industriellen Serienfertigung. Die jüngste Finanzierungsrunde diente zur Weiterentwicklung des bestehenden Prototyps.

AEVA INC.

Aeva ist ein Unternehmen für die industrielle Bildverarbeitung, das branchenführende Sensoren auf optischer Basis für die Automobilindustrie entwickelt. Ihr "4D"-LIDAR („laser detection and ranging“) kann die Position, die Entfernung sowie die Geschwindigkeit eines Objekts messen (vierte Dimension). All dies unter Vermeidung von Störungen durch die Sonne oder durch andere Sensoren. Dies ermöglicht die Erstellung einer Umgebungskarte, auf der alle kritischen Objekte wie Fußgänger, Fahrräder und Fahrzeuge erfasst und klassifiziert werden. LIDAR-Sensoren werden als unerlässlich angesehen, um ein höheres Maß an Fahrerassistenz bis hin zu selbstfahrenden Fahrzeugen zu ermöglichen.

Aurora Labs Ltd

Aurora Labs ist ein Spezialist für die Fernverwaltung und Ferndiagnose von Software sowie sogenannte „Over-the-Air“-Updates in der Automobil- und IoT-Industrie. Mittels ihrer auf maschinellem Lernen basierenden Technologie kann Aurora Labs Softwarefehler erkennen und ohne Zeitverlust Systemupdates für das gesamte Fahrzeug durchführen. Sollte eine aktualisierte Software nicht optimal funktionieren, lässt sich mit der Technologie von Aurora Labs reibungslos eine vorherige und funktionsfähige Softwareversion herstellen. Dadurch werden Ausfallzeiten vermieden und die Updatezeit erheblich reduziert, was wiederum mit einer entsprechenden Senkung von Speicherplatz, Datentransferkosten und Energiebedarf einhergeht. Die Leistungsfähigkeit der Technologie von Aurora Labs wurde bereits in mehreren Proof-of-Concept-Projekten bestätigt. Das Unternehmen wird in den nächsten zwei Jahren mit dem Serieneinsatz der Software beginnen.

Isar Aerospace Technologies GmbH

Isar Aerospace Technologies GmbH (Isar Aerospace), Ottobrunn/München, wurde 2018 gegründet, um Trägerraketen für den Transport von kleinen und mittleren Satelliten sowie Satellitenkonstellationen in die Erdumlaufbahn zu entwickeln und zu bauen. Der erste Raketenstart ist für 2022 geplant. Durch neueste Entwicklungen im Bereich der Satellitentechnologie und der dadurch entstehenden Geschäftsmodelle, z.B. in den Bereichen Konnektivität und Erdbeobachtung, wird in den kommenden Jahren ein signifikanter Anstieg der Nachfrage für den Start von Kleinsatelliten erwartet. Da bestehende Raketenkapazitäten nicht ausreichen oder zu teuer bzw. zu unflexibel sind, haben sich privatwirtschaftliche Unternehmen wie Isar Aerospace zum Ziel gesetzt, diese Nachfrage im Vergleich zu etablierten Raumfahrtunternehmen kostengünstiger und flexibler zu bedienen. Kostenvorteile gegenüber derzeit verfügbaren Trägerraketen sollen insbesondere durch einen hohen Automatisierungsgrad in der Herstellung der Raketen erreicht werden.

proteanTecs LTD

Die Technologie von proteanTecs, Haifa / Israel, ermöglicht die Funktions- und Leistungsüberwachung von Halbleitern und elektronischen Systemen über den gesamten Lebenszyklus von der Entwicklung bis zum Betrieb. Die Lösung beruht auf der Verbindung einer auf maschinellem Lernen basierenden Softwareplattform mit eigens entwickelten sogenannten Agenten, die bereits in der Entwicklung in das Halbleiterdesign integriert werden und im Halbleiter als Sensoren dienen. Durch deren Auslesen und die Analyse der daraus gewonnenen Daten können Erkenntnisse über Funktions- und Leistungsfähigkeit von Halbleitern und elektronischen Systemen gewonnen werden. Insbesondere bei neuen Halbleitergenerationen kann mit diesen Ergebnissen die Qualität und die Zuverlässigkeit gesteigert und die Lebensdauer verlängert werden.