Sechs Portfoliobeteiligungen erreichen Unicorn-Status
Porsche SE treibt Entwicklung zu einer diversifizierten Investitionsplattform konsequent voran
- Angepasstes Konzernergebnis nach Steuern1 von 2,9 Milliarden Euro
- Konzernergebnis nach Steuern von 2,7 Milliarden Euro
- Konzern-Nettoverschuldung1 sinkt auf 5,1 Milliarden Euro
- Dividendenvorschlag von 1,51 Euro je Vorzugsaktie
- Beteiligung mit 100 Millionen Euro am DTCP Defense Fund
- Ergebnisbeitrag der Portfoliobeteiligungen von 193 Millionen Euro
- Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Porsche SE: „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich attraktive Beteiligungsopportunitäten identifiziert. Unser einzigartiges Netzwerk hat sich dabei zu einem zentralen strategischen Asset entwickelt.“
Stuttgart, 26. März 2026. Die Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) treibt ihre Entwicklung zu einer diversifizierten Investitionsplattform trotz des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes konsequent voran. Im Geschäftsjahr 2025 betrug das angepasste Konzernergebnis nach Steuern1 2,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,2 Milliarden Euro). Das angepasste Konzernergebnis nach Steuern ist maßgeblich durch das laufende Ergebnis aus at Equity bewerteten Anteilen an der Volkswagen AG von 2,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,0 Milliarden Euro) und der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG (Porsche AG) von 0,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 0,5 Milliarden Euro) beeinflusst. Das Konzernergebnis nach Steuern beläuft sich auf 2,7 Milliarden Euro (Vorjahr: minus 20,0 Milliarden Euro). Im Konzernergebnis nach Steuern sind nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen der Beteiligungsbuchwerte an der Volkswagen AG in Höhe von plus 1,4 Milliarden Euro sowie an der Porsche AG in Höhe von minus 1,7 Milliarden Euro enthalten.
Weiterentwicklung bei den Portfoliobeteiligungen und Investment in DTCP Defense Fund
Im Segment der Portfoliobeteiligungen haben seit dem Einstieg der Porsche SE sechs Beteiligungen den sogenannten Unicorn-Status auf Basis von Unternehmenswerten von jeweils mindestens einer Milliarde Euro erreicht. „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich attraktive Beteiligungsopportunitäten identifiziert. Unser einzigartiges Netzwerk hat sich dabei zu einem zentralen strategischen Asset entwickelt, auf dem die starke finanzielle Performance in unserem Portfoliobereich wesentlich basiert“, sagt Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Porsche SE. Der Erfolg zeigt sich auch am Ergebnisbeitrag der Portfoliobeteiligungen, der im vergangenen Geschäftsjahr 193 Millionen Euro erreichte. Dieser entfällt insbesondere auf Quantum Systems in Höhe von 114 Millionen Euro und auf Celestial AI in Höhe von 47 Millionen Euro. Gleichzeitig hat sich der Buchwert der Portfoliobeteiligungen seit dem Geschäftsjahresende 2024 insbesondere durch Wertzuwächse auf rund 535 Millionen Euro nahezu verdoppelt.
Als einer der Ankerinvestoren hat die Porsche SE zudem Anfang 2026 Anteile im Volumen von 100 Millionen Euro an dem neu aufgelegten Defense Fonds der Beteiligungsgesellschaft DTCP gezeichnet und leistet damit einen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas. Der Investitionsfokus liegt auf europäischen Technologiestartups im Verteidigungssektor insbesondere in den Bereichen Softwarelösungen, Cyber Defense, Künstliche Intelligenz sowie autonome Systeme.
Der DTCP Defense Fund bietet der Porsche SE eine attraktive Möglichkeit, die Diversifizierung ihrer Investitionsplattform in den Bereich Verteidigung voranzutreiben. Investitionsopportunitäten ergeben sich insbesondere bei Technologieunternehmen, die durch ihre Innovationskraft und -geschwindigkeit vom schnellen Wandel im Verteidigungssektor profitieren. Insgesamt sieht die Porsche SE im Verteidigungs- und Sicherheitssektor ein erhebliches Wachstumspotenzial. Mit dem DTCP Defense Fund erweitert die Porsche SE ihr Netzwerk im Verteidigungsbereich und schafft die Voraussetzung für weitere direkte und partnerschaftliche Investitionen in diesem Sektor.
Effizienzprogramme der Kernbeteiligungen im Fokus
Volkswagen AG und Porsche AG waren im Geschäftsjahr 2025 mit Herausforderungen aufgrund unbeständiger geopolitischer und geoökonomischer Rahmenbedingungen, zunehmender protektionistischer Maßnahmen, etwa höhere Importzölle in den USA, sowie einer steigenden Wettbewerbsintensität konfrontiert. Diese Faktoren wirkten sich auf die Ergebniskennzahlen aus.
Beide Kernbeteiligungen arbeiten an der Umsetzung ihrer Effizienzprogramme. Durch Tarifeinigungen und Personalmaßnahmen hat der Volkswagen Konzern im Geschäftsjahr 2025 rund 1 Milliarde Euro Kosteneffekte bei den Marken Volkswagen, Audi, Porsche und CARIAD erzielt. Bis 2030 sind über die Zukunftspakete jährliche Kosteneinsparungen von konzernweit mehr als 6 Milliarden Euro geplant. Hans Dieter Pötsch: „Unsere Perspektive als Ankeraktionär des Volkswagen Konzerns ist eindeutig. Die angestoßenen Initiativen befürworten wir ausdrücklich. Wir haben die klare Erwartungshaltung an das Management sowohl der Volkswagen AG als auch der Porsche AG, dass sie die herausfordernde Situation als Chance betrachten, die strategischen Anpassungen umzusetzen.“
Erfolgreiche Refinanzierungsmaßnahmen
Finanziell steht die Porsche SE auf einem sehr soliden Fundament. Das resultiert nicht zuletzt aus den erfolgreichen Refinanzierungsmaßnahmen des vergangenen Jahres. Im Juni 2025 wurde ein Schuldscheindarlehen im Volumen von 1,5 Milliarden Euro erfolgreich platziert und das Zielvolumen deutlich übertroffen. Außerdem hat die Porsche SE im dritten Quartal 2025 ein Bankdarlehen vorzeitig abgelöst und eine Schuldscheintranche aus dem Jahr 2023 zurückgezahlt. Als weitere vorzeitige Refinanzierung wurde im März 2026 erneut ein Schuldscheindarlehen im Volumen von 0,7 Milliarden Euro begeben. Hierdurch konnte die Porsche SE eine langfristigere Ausrichtung ihrer Finanzierung sowie eine Optimierung der Finanzierungskosten erreichen.
Die Konzern-Nettoverschuldung reduzierte sich zum 31. Dezember 2025 auf 5,1 Milliarden Euro, nach 5,2 Milliarden Euro im Vorjahr.
Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2025: 1,51 Euro je Vorzugsaktie
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 1,51 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr: 1,91 Euro) und von 1,504 Euro je Stammaktie (Vorjahr: 1,904 Euro) vor. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 462 Millionen Euro. Der Rückgang des Dividendenvorschlags im Vergleich zur Vorjahresdividende ist im Wesentlichen auf den erwarteten geringeren Dividendenzufluss von der Volkswagen AG und Porsche AG zurückzuführen sowie auf die planmäßige weitere Reduzierung der Verschuldung – entsprechend den Zielen der Kapitalallokationsstrategie der Porsche SE. Über den Dividendenvorschlag entscheidet die ordentliche Hauptversammlung am 25. Juni 2026.
Für das Geschäftsjahr 2026 geht die Porsche SE von einem angepassten Konzernergebnis nach Steuern zwischen 1,5 Milliarden Euro und 3,5 Milliarden Euro aus und erwartet eine Konzern-Nettoverschuldung, die sich voraussichtlich zwischen 4,7 Milliarden Euro und 5,2 Milliarden Euro bewegen wird.
Den Geschäftsbericht 2025 der Porsche Automobil Holding SE finden Sie unter: www.porsche-se.com/investor-relations/finanzpublikationen
1 Das angepasste Konzernergebnis nach Steuern und die Konzern-Nettoverschuldung sind die maßgeblichen Steuerungsgrößen des Porsche SE Konzerns. Diese werden auf den Seiten 97-98 des Geschäftsberichts der Porsche SE für das Geschäftsjahr 2025 definiert. Bei dem angepassten Konzernergebnis nach Steuern und der Konzern-Nettoverschuldung handelt es sich um alternative Leistungskennzahlen. Diese sind nicht durch die IFRS definiert. Ihre Berechnungsmethoden können daher von denen anderer Unternehmen abweichen.
Ausgewählte Finanzinformationen
| Mio. € | Jan. - Dez. 2025 | Jan. - Dez. 2024 |
| Angepasstes Konzernergebnis nach Steuern | 2.894 | 3.151 |
| Konzernergebnis nach Steuern | 2.651 | – 20.017 |
| Mio. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| Konzern-Nettoverschuldung | 5.099 | 5.160 |