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Porsche SE fordert schnelles Umsteuern bei Volkswagen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit

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  • Angepasstes Konzernergebnis nach Steuern von 0,9 Milliarden Euro
  • Konzernergebnis nach Steuern von minus 2,2 Milliarden Euro 
  • Entwicklung der Kernbeteiligungen ausschlaggebend für die nicht liquiditätswirksame Ergebnisbelastung im ersten Halbjahr
  • Buchwert der Portfoliobeteiligungen steigt auf über 630 Millionen Euro mit Ergebnisbeitrag von rund 150 Millionen Euro
  • Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Porsche SE: „Der Volkswagen Konzern steht an einem historischen Wendepunkt. Im Sinne des Unternehmens und seiner nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit müssen alle Beteiligten Verantwortung übernehmen. Je länger sich die Entscheidungen hinziehen, desto größer werden die Probleme. Es gilt nun, sich ausschließlich auf das unternehmerisch und wirtschaftlich Gebotene zu fokussieren. Alles andere muss zurückstehen.“

 

Stuttgart, 7. August 2026. Die Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) befindet sich unverändert in einem herausfordernden Marktumfeld für ihre Kernbeteiligungen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ergebniszahlen. Für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 beträgt das angepasste Konzernergebnis nach Steuern1 der Porsche SE 0,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,1 Milliarden Euro). Das angepasste Konzernergebnis nach Steuern ist maßgeblich durch das laufende Ergebnis aus at Equity bewerteten Anteilen an der Volkswagen AG von 0,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,2 Milliarden Euro) und der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG (Porsche AG) von 0,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 0,1 Milliarden Euro) beeinflusst. 

Aufgrund von nicht zahlungswirksamen Wertberichtigungen beläuft sich das Konzernergebnis nach Steuern auf minus 2,2 Milliarden Euro (Vorjahr: plus 0,3 Milliarden Euro). Im ersten Halbjahr wurden Wertberichtigungen auf die Beteiligungsbuchwerte an der Volkswagen AG in Höhe von 3,0 Milliarden Euro sowie an der Porsche AG in Höhe von 0,2 Milliarden Euro vorgenommen.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Herausforderungen drängt die Porsche SE bei ihren Kernbeteiligungen auf eine konsequente Umsetzung weitreichender Lösungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Als Ankeraktionär begleitet die Porsche SE diesen Prozess aktiv und mit einer klaren Erwartungshaltung hinsichtlich Profitabilität, Kapitaleffizienz und Kostenstrukturen. Nachdem die Porsche AG ein umfassendes Zukunftspaket ausgehandelt hat, gilt es nun auch für Volkswagen, schnell und konsequent Entscheidungen zu treffen.

„Der Volkswagen Konzern steht an einem historischen Wendepunkt. Bei den jetzt anstehenden Entscheidungen geht es um die Zukunft von Volkswagen. Im Sinne des Unternehmens und seiner nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit müssen alle Beteiligten Verantwortung übernehmen. Je länger sich die Entscheidungen hinziehen, desto größer werden die Probleme. Es gilt nun, sich ausschließlich auf das unternehmerisch und wirtschaftlich Gebotene zu fokussieren. Alles andere muss zurückstehen“, so Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Porsche SE. 

„Es ist zwingend erforderlich, bestehende Überkapazitäten abzubauen, Kostenstrukturen substanziell zurückzufahren und die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit des Konzerns strukturell zu verbessern. Daher steht die Porsche SE als Mehrheitsstammaktionär der Volkswagen AG hinter dem Konzernvorstand und seinen Vorschlägen. Das Ziel ist Wettbewerbsfähigkeit. Auf dem Weg dahin darf es keine Denkverbote geben. Andernfalls läuft Volkswagen Gefahr, im internationalen Wettbewerb dauerhaft ins Hintertreffen zu geraten“, ergänzt Dr. Johannes Lattwein, Vorstand Finanzen und IT.

Über die Kernbeteiligungen hinaus treibt die Porsche SE die Entwicklung zu einer diversifizierten Investitionsplattform voran. Im Segment Portfoliobeteiligungen erfolgten im ersten Halbjahr 2026 Folgebeteiligungen an Quantum Motion, Quantum Systems sowie Waabi. Als Konsequenz der erfolgreichen Investitionsstrategie konnte das Ergebnis nach Steuern im Segment Portfoliobeteiligungen deutlich gesteigert werden – auf 148 Millionen Euro, nach 29 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Insbesondere die Neubewertung der Anteile an Quantum Systems infolge einer weiteren Finanzierungsrunde führte zu einem positiven Ergebnisbeitrag von 111 Millionen Euro in diesem Segment. 

Bereits im ersten Quartal 2026 hatte die Porsche SE einen Erlös von 60 Millionen Euro aus dem Verkauf ihrer Beteiligung an Celestial AI erzielt. Zusätzlich besteht eine erfolgsabhängige Kaufpreiskomponente, die weiteres attraktives Wertpotenzial eröffnet. Insgesamt entwickelt sich der Buchwert der Portfoliobeteiligungen weiterhin sehr positiv und liegt inzwischen bei über 630 Millionen Euro.

Die Konzern-Nettoverschuldung1 der Porsche SE verringerte sich zum 30. Juni 2026 auf 5,0 Milliarden Euro (31. Dezember 2025: 5,1 Milliarden Euro). Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthält insbesondere die zugeflossenen Dividenden von der Volkswagen AG in Höhe von 0,6 Milliarden Euro und von der Porsche AG in Höhe von 0,1 Milliarden Euro. Auf die Dividendenausschüttung der Volkswagen AG entfiel ein Kapitalertragsteuerabzug in Höhe von 0,2 Milliarden Euro. Die Kapitalertragsteuer wird voraussichtlich im Geschäftsjahr 2027 erstattet. Die Dividendenauszahlung der Porsche AG erfolgte ohne Abzug von Kapitalertragsteuer. Im Mittelabfluss ist insbesondere die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Porsche SE in Höhe von 0,5 Milliarden Euro enthalten.

Für das Geschäftsjahr 2026 geht die Porsche SE weiterhin von einem positiven angepassten Konzernergebnis nach Steuern zwischen 1,5 Milliarden Euro und 3,5 Milliarden Euro aus und erwartet eine Konzern-Nettoverschuldung, die sich voraussichtlich zwischen 4,7 Milliarden Euro und 5,2 Milliarden Euro bewegen wird.2
 

Den Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2026 der Porsche Automobil Holding SE finden Sie unter: https://www.porsche-se.com/investor-relations/finanzpublikationen/

 

1 Das angepasste Konzernergebnis nach Steuern und die Konzern-Nettoverschuldung sind die maßgeblichen Steuerungsgrößen des Porsche SE Konzerns. Diese werden auf den Seiten 97-98 des Geschäftsberichts der Porsche SE für das Geschäftsjahr 2025 definiert und auf den Seiten 20/24 des Halbjahresfinanzberichts der Porsche SE für das erste Halbjahr 2026 übergeleitet. Bei dem angepassten Konzernergebnis nach Steuern und der Konzern-Nettoverschuldung handelt es sich um alternative Leistungskennzahlen. Diese sind nicht durch die IFRS definiert. Ihre Berechnungsmethoden können daher von denen anderer Unternehmen abweichen.

2 Die zukunftsbezogenen Aussagen der Prognose basieren in weiten Teilen auf Einschätzungen und Erwartungen des Volkswagen Konzerns und des Porsche AG Konzerns, die von unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst werden können. Die Prognose des Volkswagen Konzerns basiert auf der Annahme, dass die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Halbjahresfinanzberichts gültige Zollsituation im internationalen Handel Bestand hat. Mögliche zukünftige Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten können durch den Volkswagen Konzern derzeit nicht belastbar eingeschätzt werden und sind daher in den prognostizierten Kennzahlen des Volkswagen Konzerns nicht berücksichtigt.

 

Ausgewählte Finanzinformationen

 

Mio. €Jan. - Jun. 2026Jan. - Jun. 2025
Angepasstes Konzernergebnis nach Steuern9491.110
Konzernergebnis nach Steuern– 2.218338
   
Mio. €30.06.202631.12.2025
Konzern-Nettoverschuldung4.9825.099